Stefan Ochs Wettermail - Sa 04.02. 21:39

Der vorübergehende Temperaturanstieg am frühen Samstagmorgen war nicht auf die Wetterstation in Bamberg begrenzt. Er wurde auch in Köslau, Memmelsdorf und Mittelehrenbach verzeichnet. D.h. die Theorie mit der Luft, die aus der Innenstadt von Bamberg stammt, kann nicht stimmen. Die Stationsdichte ist zu gering, um eine definitive Aussage zu machen, aber es sieht aus, als ob ein Schwall etwas milderer Luft von Unterfranken kommend, den Main hinauf und dann ins nördliche Regnitztal gezogen wäre.

Stefan Ochs Wettermail - Sa 04.02. 14:52

Hallo,

bei einer der aktuellen ähnlichen Wetterlage verzeichnete die Wetterstation Nürnberg am 10. Februar 1956 eine Tiefsttemperatur in 2 m Höhe von -30,2 Grad (absoluter Stationsrekord). Wir hatten in der vergangenen Nacht zum Samstag in Nürnberg eine Tiefsttemperatur von -19,5 Grad. Der Unterschied: 1956 lagen 10 cm Schnee, jetzt sind es nur 3 cm. In Bamberg liegt noch weniger Schnee, deshalb ging die Temperatur dort auch nur auf -17,3 Grad zurück. Etwas rätselhaft ist dabei ein Temperaturanstieg an der Bamberger Wetterstation von 4.30 bis 5.00 Uhr von -16,6 auf -13,9 Grad gefolgt von einem Temperaturrückgang zwischen 6.30 und 7.00 von -13,7 auf -16,9 Grad. Aber nicht nur die Temperaturen, auch die Taupunkte stiegen vorübergehend um etwa drei Grad. Verursacht wurde dieser Temperaturwechsel durch einen leicht auffrischenden Wind (Böen 14 km/h), der etwas feuchtere und weniger kalte Luft aus der Bamberger Innenstadt nach Süden zur Wetterstation bewegte.

An der gering bewölkten und bitterkalten Witterung ändert sich morgen am Sonntag und übermorgen am Montag nichts. Maximal werden -6 Grad erreicht, in den Nächten kühlte es bis nahe -20 Grad ab. Der schwache Wind weht aus Ost.

Der Frost dringt immer weiter in den Boden ein. Aktuell ist der unbewachsene Boden in Bamberg 35 cm und der bewachsene 18 cm tief gefroren, bis Mittwoch werden 50 bzw. 29 cm erreicht. In Nürnberg ist der Boden wegen der etwas dickeren Schneedecke nicht ganz so kalt, da haben wir aktuell 24 und 10 cm, bis Mittwoch dann 45 und 24 cm. Um das Einfrieren von Wasserleitungen zu verhindern, ist es bei diesen Temperaturen wichtig, dass alle Kellerfenster geschlossen bleiben. Wasseruhren platzen bei Frost besonders schnell auf. Sind diese in der Nähe von kalten Außenmauern montiert, sollte man sie z.B. mit einer Decke vor dem Auskühlen schützen.

Im Laufe des Dienstags erreicht uns von Osten her etwas feuchtere und etwas weniger kalte Luft. Es ist bis Freitag wechselnd wolkig mit Aufheiterungen und ab und zu fallen ein paar Schneeflocken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordost. Am Tag werden maximal -5 Grad erreicht. In den Nächten kühlte es auf Werte um -14 Grad ab.

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