Stefan Ochs Wettermail - Sa 22.11. 13:39

Hallo!

Sag niemals nie beim Hochnebel, das können wir schon mal festhalten. Aktuell löst sich dieses aus der vergangenen Nacht stammende, tiefe Gewölk von der Fränkischen- und Hersbrucker Schweiz ausgehend wieder auf, so dass die Sonne am heutigen Samstag in vielen (aber nicht allen) Gebieten recht häufig scheint.

Für die kommende Nacht zum Sonntag wird zunächst klarer Himmel erwartet, dann eine starke Nebelbildung und gegen Morgen der Übergang zu Hochnebel. Allerdings - und das sieht man an den aktuellen Satellitenbildern - die Verteilung von Sonnenschein, Nebel und Hochnebel kann einfach von den Wettermodellen nicht zufriedenstellend vorhergesagt werden. Nach einigen Anfangserfolgen in diesem Herbst, hat jetzt das Chaos wieder das Zepter übernommen.

Der Südostwind nimmt von heute auf morgen noch ein bisschen zu, in 600 m Höhe erreicht er Beaufort 4 (mäßig). Damit herrscht in der typischen Hochnebelhöhe doch eine merkliche Luftbewegung. Eine permanent geschlossene Hochnebeldecke ist damit recht unwahrscheinlich, weil der Wind immer wieder Lücken reißt.

Und wie sieht es mit einer durchgreifenden Änderung aus? Kräftiger Wind, vielleicht sogar Schnee? Also nicht vor dem 1. Dezember und was danach kommt, weiß auch noch kein Mensch, ab da laufen die Prognosen stark auseinander.

Wetterochs

Stefan Ochs Wettermail - Fr 21.11. 11:05

Hallo!

Kleinkram macht eben auch Probleme. Die Wolkendecke hat sich in der vergangenen Nacht wider Erwarten zäh gehalten, dadurch blieb die Bildung von Nebel aus (außer mir wird ihn eh keiner vermisst haben) und so scheint nun am heutigen Freitag die Sonne (wenn auch aktuell noch nicht überall). Und jetzt kommt die angekündigte Warmfront? Nein, auch nicht, die bleibt südwestlich von uns liegen und damit haben wir an diesem Wochenende absolut ruhiges und niederschlagsfreies Spätherbstwetter.

Die Inversion (oben warm unten kalt) wird heute, morgen und am Sonntag tief liegen in ca. 500 m Höhe und damit scheidet Hochnebel aus (bzw. sag besser niemals nie). Es wird also entweder heiter bis wolkig sein oder neblig, wobei der Nebel die Hochlagen der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz nicht einhüllen wird, beim Steigerwald ist es eine knappe Geschichte, die Nebelobergrenze dürfte bei 450-500 m liegen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 10 Grad, die Tiefstwerte nahe 0 Grad. Wo es nachts keinen Nebel gibt (Hochtäler) oder wo die Bodennebelfelder nur dünn bleiben, kann Frost bis -4 Grad auftreten. Der Wind weht schwach, oberhalb von 500 m auch zeitweise mäßig aus Südost.

Am Montag gibt es noch keine Wetteränderung, erst ab Dienstag erreichen uns wieder schwache Tiefausläufer mit etwas Regen. Sie bringen einen leichten Temperaturanstieg, die Höchsttemperaturen liegen dann bei 9-13 und die Tiefstwerte bei -1 bis +4 Grad. Weiterhin weht ein meist nur schwacher Südostwind.

Der Trend zu mildem Wetter bleibt bis weit in den Dezember hinein bestehen. Über Ostkanada baut sich ein Kältepol auf und an dessen Ostrand bilden sich über dem Atlantik starke Tiefs, die wiederum milde Luft zu uns nach Europa führen. Hier lässt sich also ein Zusammenhang zwischen dem kalten Wetter in Nordamerika und dem milden Wetter bei uns erkennen. Allerdings ist das keine Gesetzmäßigkeit, der West-Ost-Abstand zwischen warmen und kalten Zonen kann auf der Nordhalbkugel auch kürzer sein, so kann es z.B. sehr kalt über Nordamerika, warm auf dem Atlantik und bei uns schon wieder kalt sein. Nur eines geht nicht: Die Kälte aus den USA kann nie zu uns kommen, weil da der warme Atlantik als Barriere dazwischen liegt, d.h. sie kann nicht über den großen Teich hüpfen. Wenn es bei uns sehr kalt wird, dann kommt die Luft aus Skandinavien oder aus Russland.

Wetterochs


 


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