Stefan Ochs Wettermail - Do 24.04. 14:03

Hallo,

heute am Donnerstag ist es heiter bis wolkig mit einer nur geringen Neigung zu Schauern und Gewittern. Maximal werden 23 Grad erreicht. Es weht ein schwacher bis mäßiger Nordostwind.

Morgen am Freitag werden erneut 23 Grad erreicht. Zunächst scheint die Sonne ungestört, ab Mittag bilden sich dann aber einzelne, teilweise kräftige Gewitter, örtlich mit Starkregen und Hagel. Es weht ein schwacher Ostwind.

In der Nacht zum Samstag ist die Neigung zu Regenschauern und Gewittern vor allem in Mittelfranken erhöht, ansonsten ist es wie schon in der Nacht zum Freitag überwiegend klar und trocken.

Am Samstag liegt ein schwaches Tief über dem östlichen Oberfranken. An seinem Westrand strömt mit einem schwachen bis mäßigen Westwind etwas kühlere Luft zu uns. Es ist wechselnd bewölkt mit Zwischenaufheiterungen. Es bilden sich Regenschauer und Gewitter, deren Häufigkeit und Intensität noch schwer abzuschätzen ist. Maximal werden 18-22 Grad erreicht.

In der Nacht zum Sonntag ist es wechselnd wolkig bis klar und es bleibt meist trocken.

Am Sonntag liegen wir im Bereich einer Luftmassengrenze, die kühle Luft im Südwesten von feuchtwarmer im Nordosten trennt. Dadurch wird die feuchte Luft angehoben und es bilden sich Wolken mit kräftigen Schauern und Gewittern. Wie verbreitet diese sein werden, lässt sich aber heute noch nicht sagen. Einige Wettermodelle zeigen längeren Sonnenschein mit Temperaturen bis 20 Grad, andere dagegen überwiegend bedecktes Wetter bei nur 13 Grad.

An dieser Wetterlage ändert sich am Montag nur wenig.

Die nächtlichen Tiefsttemperaturen liegen im gesamten Zeitraum bei 4 bis 9 Grad.

Dann haben wir da noch am Montag den Vorstoß arktischer Kaltluft von Spitzbergen aus nach Süden bis Südwesten. Diese Kaltluft wird uns zu 60% um den 1. Mai herum erreichen.

Konkret heißt dies, dass aus heutiger Sicht in den ersten Maitagen die Wahrscheinlichkeit für Nachtfröste erhöht ist. Statistisch gesehen sind die ersten Maitage überhaupt noch recht frostanfällig (relative Bodenfrosthäufigkeit 10%), was sich danach von Tag zu Tag deutlich bessert. In dieser Zeit (3. bis 5. Mai) kam es 2011 auch zu jenen schlimmen Frösten, die in den fränkischen Weinbergen große Schäden anrichteten.

Rein von der Statistik her würde ich empfehlen, frostempfindliche Pflanzen ab dem 10. Mai ins Freie zu stellen. Wer den nackten Zahlen misstraut und auf himmlischen Beistand hofft, muss natürlich noch bis zum 16. Mai warten, also bis die Eisheiligen vorüber sind. Endgültig gebannt ist die Frostgefahr aber auch nach den Eisheiligen noch nicht, der späteste Frost in 2 m Höhe trat in Nürnberg am 24. Mai (2004 mit -0,7 Grad) und in Bamberg am 05. Juni (1962 mit -1.0 Grad) auf. An ungünstigen Standorten auf dem Land hat es Anfang Juni beim Getreide auch schon öfter Frostschäden gegeben, ohne dass man in den Ballungszentren viel davon mitbekommen hätte.

Wie ungewöhnlich ist eigentlich die derzeitige Trockenheit? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wie weit geht man zurück? Bisher hat es in diesem Frühjahr wenig geregnet und der Winter war auch niederschlagsarm, aber das letzte Jahr hatte mehrere Starkregenereignisse, die sich noch jetzt beim Grundwasserstand auswirken.


http://www.nid.bayern.de/grundwasser

Überblickt man hier alle Jahresganglinien, so zeichnet sich insgesamt trotz aller Unterschiede zwischen den Messstellen ab, dass wir es mit einem Ereignis zu tun haben, welches in dieser Form etwa alle 10-20 Jahre auftritt, also unter dem Strich nicht so ungewöhnlich ist. Die Gefahr ist jetzt die eines heißen, regenarmen Sommers, denn bei den geringen Wasserreserven würde das tatsächlich zu einer katastrophalen Trockenheit führen.

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